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Quitten – Aufwand wird mit herrlichem Aroma belohnt

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In einer Familie mit Äpfeln und Birnen

Es gibt sie wieder. Quitten. Auf dem Wochenmarkt, mit etwas Glück im Supermarkt und in so manchem Hausgarten. Je nach Form unterscheiden wir hierzulande Apfel- und Birnenquitten, wobei die Frucht auch mit beiden Namensgebern gemeinsam zur Familie der Rosengewächse gehört. Diese Einteilung wird ihrem Formenreichtum jedoch nicht gerecht und ist auch international nicht üblich. Es gibt zwar typische Sortenmerkmale, aber keine Eigenschaften, die für die zwei Haupttypen prägnant wären. Die glatte, harte Schale der Quitten ist grün bis goldgelb und hat einen leichten Flaum.

Oft zu Unrecht unterschätzt

Quitten haben im November bis Dezember ihre Genussreife und sollten auf jeden Fall vor dem ersten Frost geerntet werden. Die Frucht hat marktwirtschaftlich gesehen keine große Bedeutung und wird daher oft unterschätzt. Zu Unrecht, denn sie kann durchaus mit inneren Werten punkten: nichts, was exorbitant aus dem Rahmen fällt, aber doch ein buntes Potpourri an vielen wichtigen Vitaminen und Mineralstoffen. Hervorzuheben ist der hohe Pektingehalt, der nicht nur für die Gelee-Herstellung wichtig ist. Pektine haben ein hohes Wasserbindungsvermögen und zählen zu den löslichen und bakteriell abbaubaren Ballaststoffen. Damit sorgen sie unter anderem für ein gutes Milieu im Darm und die Vermehrung günstiger Darmbewohner.

Quitten lassen sich kaum roh essen

Zum einen ist das Fruchtfleisch hart, zum anderen hat es einen äußerst herben Geschmack. Dafür eignen sich die Früchte hervorragend zur Verarbeitung zu fruchtigen Gelees, Marmeladen, Kompott, Konfekt (Quittenbrot), Kuchen, Beilagen von Fleisch, aromatischen Likören, Bränden, Saft, Wein oder Essig.

Zubereitung

Zunächst reibt man den weichen Pelz auf der Schale mit Küchenpapier ab, er ist sehr bitter und würde den Geschmack verfälschen. Für die meisten Rezepte werden Quitten nicht geschält. Wer es trotzdem möchte, trocknet die Schalen und erfreut sich an den vielen flüchtigen Aromastoffen. Die 100 bis 800 Gramm schweren Früchte werden geviertelt und das Kerngehäuse herausgeschnitten. Grob geschnitten brauchen die harten Fruchtstücke circa 20 bis 30 Minuten Zeit, um gar zu werden. Wozu auch immer man die Quitten dann weiterverarbeitet, der Aufwand wird belohnt mit einem herrlich intensiven und charakteristischen Aroma.

Quelle: Rüdiger Lobitz, www.bzfe.de

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Die süße Schwester des Apfels: Birne

Bild: ©BVEO
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Eine Dame von Welt.

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Und auch wenn die Birne in der Modewelt nie mit Modelmaßen auftrumpfen könnte, ist sie immer en vogue. Denn es kommt ja auf die inneren Werte an und davon hat die Birne jede Menge.Gemeinsam mit der Pflaume bildet sie übrigens ein kulinarisch aufregendes Duett!
Kann man Äpfel mit Birnen vergleichen? Selbst wenn man es der Redewendung nach nicht tun sollte – man kann. In gewisser Hinsicht zumindest. Denn obwohl Äpfel und Birnen figürlich grundverschieden sind, sind sie verwandt und stammen beide aus der Familie der Rosengewächse. Sie werden sogar in denselben Regionen angebaut – nur eben flächenmäßig in unterschiedlicher Dimension. Äpfel wachsen in Deutschland auf etwa 34.000 Hektar, einer Fläche so groß wie Mallorca. Birnen dagegen nur auf rund 2.000 Hektar, was der Größe von Hiddensee entspricht. Obwohl die Birne durch das Zusammenspiel von weniger Säure und mehr Zucker süßer als der Apfel schmeckt, ist doch der runde Verwandte der Birne das erklärte Lieblingsobst der Deutschen. Birnen landen im Beliebtheitsranking, mit einem Verbrauch von rund 2 Kilo pro Kopf und Jahr, allerdings nicht weit dahinter auf Rang acht.*
(*Quelle: AMI-Analyse auf Basis des GfK-Haushaltspanels/Statistisches Bundesamt)

Birnenförmig war in und ist in!

Allen Birnen gemein ist, dass sie Namen von schlichter Eleganz tragen. So heißen sie beispielsweise Alexander Lucas, Williams Christ, Xenia, Clapps Liebling, Abate Fetal, Gute Luise, Köstliche aus Charneux, Conference oder, oder, oder. Die butterzarten Früchte mit Geschmacksaromen von süß bis angenehm säuerlich stammen vermutlich aus dem Kaukasus und Anatolien und waren bereits in der Antike hochgeschätzt. So zum Beispiel bei Homer, der sie als „balsamische Frucht“ in seinen Hymnen verehrte. Im 17. Jahrhundert avancierten sie unter dem Namen „Pyrus“ geradezu zur Modefrucht bei Hofe. Selbst einer der bekanntesten Klassiker unter den Birnen-Gerichten, die Birne Helene, hat einen erlesenen Ursprung. Das Gericht – bestehend ganz schlicht aus gekochter Birne mit Schokoladensauce – wurde nämlich eigens zur Aufführung der Operette „Die schöne Helena“ von Jacques Offenbach im Jahr 1864 kreiert.

Der Herbst wird köstlich – mit saisonalen Birnensorten

Die Birne ist nicht nur eine sehr leckere und edle Frucht, sondern derzeit erntefrisch aus heimischem Anbau erhältlich. Rund 43.000 Tonnen* wurden im vergangenen Jahr in Deutschland geerntet. Zur Auswahl stehen dabei Sommer-, Herbst- und Wintersorten, die zwischen Juli und Dezember geerntet werden. Die bekanntesten und beliebtesten deutschen Birnen sind:

• Alexander Lucas ist eine große, saftig-süße Birnensorte mit butterweichem, hellgelbem Fruchtfleisch und lässt sich gut lagern. Sie wird in Deutschland besonders häufig angebaut und ist nicht nur ein perfekter Snack für unterwegs, sondern universell küchentauglich.

• Williams Christ ist die vermutlich beliebteste Birne in Deutschland. Sie hat große Früchte, die typische Birnenform und ist sehr saftig. Dabei hat sie einen intensiven Geschmack und eignet sich perfekt für einen wunderbaren Birnenkuchen oder eine köstliche Marmelade und natürlich den gleichnamigen Obstbrand.

• Conference-Birnen sind flaschenförmig, mittelgroß und haben ein würziges Aroma. Sie können sowohl knackig, wie auch saftig-süß schmecken. Bei guter Lagerung sind sie bis in den Winter hinein haltbar.

• Xenia ist eine exklusive Clubsorte für Liebhaber von grünen festen bis gelblich zart schmelzenden Birnen. Sie hat einen zuckersüßen Geschmack und erweist sich als äußerst lagerfähig und qualitativ stabil. Mit diesen sinnlichen Eigenschaften erfreut sich Xenia einer rasch wachsenden Beliebtheit in Deutschland.

Bild: ©Free-Photos-–-pixabay.com

Die Birne in der Küche

Feine Aromen, große Sortenvielfalt und hoher Ballaststoffanteil für ein langanhaltendes Sättigungsgefühl: Birnen sind wahre Alleskönner und in der Herbstküche hochwillkommen. Denn die gesunden Früchte eignen sich nicht nur für Kuchen und Desserts, sondern sind auch ein wunderbarer Begleiter von herzhaften Gerichten. Ob traditionell zu Bohnen und Speck, raffiniert in Kombination mit Fisch, Geflügel und Wild oder in knackigen Salaten zum Beispiel einem köstlichen Pairing mit Pflaumen und Schoko-Nuss-Crunch.

Einkauf & Lagerung

Frische Birnen erkennt man beim Einkauf an ihrer festen Schale und einem angenehmen Duft. Trotz ihrer Verwandtschaft sollte man das Obst nicht zusammen mit Äpfeln aufbewahren, da die Birnen durch das Ethylengas der Äpfel schneller reifen. Birnen mögen es gerne dunkel und kühl. Daher ist der Kühlschrank der ideale Ort zur Aufbewahrung.

Während Sommer- und Frühherbstbirnen wie Gute Luise, Gellerts Butterbirne oder Williams Christ nur eine kurze Lagerzeit haben, halten sich Herbst- und Winterbirnen wie Alexander Lucas oder Conference bei kühler Lagerung bis zu zwei Monate.
Tipp: Das Kernobst lässt sich auch perfekt zu Chutney, Kompott oder Mus verarbeiten und schmeckt eingeweckt sogar das ganze Jahr.

Power

Eine Birne hat viele Vorzüge. Sie enthält Karotin, B-Vitamine, Vitamin C, Kalium, dazu Magnesium, Kalzium, Eisen, Zink, Kupfer und Jod – und viele wertvolle Ballaststoffe. Das sättigt und macht sie zur idealen Zwischenmahlzeit. Da die meisten Vitamine – wie beim Apfel – unter der Schale sitzen, sollten Birnen am besten ungeschält gegessen werden.
Tipp: Da Birnen säureärmer als Äpfel und deshalb gut verträglich sind und zudem einen hohen Ballaststoffgehalt haben, können sie die Verdauung in Schwung bringen.
Birnen-Pflaumen-Salat mit Schoko-Nuss-Crunch

Die Birne sendet kulinarische Herbstgrüße – diesmal in einem aufregenden Duett mit der Pflaume!

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Leckerer Rezept-Tipp: Birnen-Pflaumen-Salat mit Schoko-Nuss-Crunch

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Drachenfrucht – Köstliche Früchte vom “Kaktus des Jahres”

Bild: © Olga Kriger - fotolia.com
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Nicht nur als Zierpflanze auf der Fensterbank ein Blickfang

Die „Drachenfrucht“ liefert köstliche Früchte, die den Speiseplan bereichern. Die Deutsche Kakteengesellschaft hat sie zum Kaktus des Jahres 2021 gewählt, um auf ihren Nutzen für den Menschen hinzuweisen.

Pitayas oder Pitahayas sind die Früchte verschiedener Kakteenarten aus Mittel- und Südamerika. Auch die Drachenfrucht (Hylocereus undatus) aus Südmexiko zählt dazu. Inzwischen werden die Früchte nicht nur in ihrer Heimat, sondern auch in großen Plantagen in Südostasien wie Vietnam und Thailand, in Israel und China angebaut.

Blüten für eine Nacht

Der kletternde Strauchkaktus bildet bis zu fünf Meter lange Triebe. Die weißen Blüten öffnen sich in der Abenddämmerung und blühen nur eine Nacht. Nach drei bis vier Monaten bilden sich tonnenförmige Früchte mit einer pinkfarbenen Schale und einem wässrigen, grauweißen Fruchtfleisch. Die kleinen schwarzen Samen können mitgegessen werden. Der Name ist auf die schuppenförmige Schale zurückzuführen, die an die Flügel von Drachen erinnern soll.

Zubereitungsmöglichkeiten

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Die Drachenfrucht hat ein mildes, süß-säuerliches Aroma mit einer angenehmen Frische, das gekühlt besonders gut zur Geltung kommt. Vor der Zubereitung die Enden abtrennen, die Schale am Blütenansatz einschneiden und die Haut abziehen. Anschließend das Fruchtfleisch in kleine Würfel oder Scheiben schneiden und im Obstsalat, im Müsli, als Tortenbelag oder in süßen Desserts genießen. Eine interessante Vorspeise ist Drachenfrucht als Ersatz für Melone mit Schinken oder mit Kokosmilch und einer Vanilleschote. Die Frucht kann aber auch einfach der Länge nach halbiert und ähnlich wie eine Kiwi ausgelöffelt werden.

Die Drachenfrucht ist ganzjährig im Handel erhältlich

Greifen Sie beim Einkauf zu reifen Früchten, deren Schale gleichmäßig gefärbt ist und bei leichtem Fingerdruck nachgibt. Je nach Reifegrad hält sich die Exotin bei Zimmertemperatur einige Tage. Da die Schale leicht Druckstellen bekommt, sollte sie aufrecht gelagert werden. Aufgrund des hohen Wassergehalts ist das Obst kalorienarm und sehr erfrischend. Die Drachenfrucht enthält neben Ballaststoffen B-Vitamine, etwas Vitamin C und Mineralstoffe wie Eisen, Phosphor und Kalzium. Sie regt die Verdauung an und hat beim Verzehr größerer Mengen eine leicht abführende Wirkung.

Quelle: Heike Kreutz, www.bzfe.de

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